von mir zu sprechen ohne an mich zu denken:
Man braucht mich nur zu hören, um zu erkennen, dass es mir an Ausgewogenheit fehlt, dass ich zu viel denke, obwohl man doch viel eher gefällt, wenn man zuhört, dass ich schnell vergesse, dass ich außerdem sehr gerne vergesse.
Mein Leben ist nur eine verlängerte Kindheit. Meine beste Eigenschaft ist die Fähigkeit, nicht zu lieben, wenn man mich nicht liebt. Ich habe mir ausgesucht, wer ich sein wollte, und bin es. Egal, wenn ich nicht angenehm bin. Ich stürze mich auf Menschen, um sie zu zwingen, zu denken wie ich. Meine Meinung zu ändern ist mir unmöglich. Anderen zuzuhören ärgert mich, es sei denn hinter Türen. Ich arbeite gern im Lärm, im Gespräch, in Wirrwarr. Ich denke schweigend und ich kreire schweigend. In meinem Kopf lebt nur eine einzige Person als der Inbegriff eines Ideals.
Ich bin weder intelligent noch strohdumm, aber ich glaube nicht, ein Irgendwer zu sein. Das ist in Frankreich ohnehin niemand. Ich bin voll von Widersprüchen, die nur mich angehen, an die ich mich aber nicht gewöhnen kann; ich halte mich für die scheuste, die kühnste, die glücklichste und die traurigste Person. Nicht ich bin heftig, sondern die Widersprüche, die großen Gegensätze, die in meiner kleinen Person aufeinanderprallen.
Ich hasse das Alleinsein und setze doch alles daran, andere fernzuhalten, denn langweilige Menschen sind toxisch, und Langeweile wirkt auf mich wie Gift. Gutes Benehmen ödet mich an und Vernunft bringt mich um. Ich verabscheue, was hübsch und vergöttere, was schön ist.
Das ist alles, was ich zu mir zu sagen habe. Begriffen?
Nun.. das Gegenteil von all dem bin ich auch.